
In Deutschland haben ca. 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche einen Elternteil, der im Laufe seines Lebens eine Alkoholstörung entwickelt. Das bedeutet, dass jedes siebte Kind zumindest zeitweise von der Alkoholabhängigkeit eines Elternteils betroffen ist (Lachner und Wittchen, 1997). Zusätzlich sind ca. 40.000 Kinder vom illegalen Drogenkonsum eines Elternteils betroffen (Klein, 2003).
Die betroffenen Kinder verfügen meist über geringere Schutzfaktoren als nicht-betroffene Kinder und haben dadurch ein erhöhtes Risiko, selbst eine Suchtstörung oder andere psychische Erkrankung zu entwickeln.
Doch nicht alle Kinder von suchtkranken Eltern entwickeln eine solche Erkrankung. Verantwortlich für eine gesunde Entwicklung sind sogenannte "Resilienzfaktoren". Dazu zählt beispielsweise das Vorhandensein von gleichaltrigen Freunden oder die Möglichkeit, sich mit Freunden, erwachsenen Bezugspersonen oder Eltern über Ängste und Sorgen austauschen zu können. Um dies zu erreichen ist es notwendig, die bestehende Scham und Unsicherheit in den Familien aufzubrechen und offene Gespräche zu ermöglichen.
Auch für die Eltern ist es hilfreich, sich mit anderen suchtkranken Eltern auszutauschen. Dabei können Strategien sowohl im Umgang mit der Sucht als auch mit Erziehungsschwierigkeiten gemeinsam besprochen und erarbeitet werden.
Der Club 29 e.V. bietet die Möglichkeit, sich in geschütztem Rahmen auszutauschen, aber auch zusammen schöne Stunden zu erleben.