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Selbsthilfe im Club 29 e.V.

"In der Selbsthilfegruppe wird niemand Anderer bewertet, auch nicht Abwesende, sondern die eigene Erfahrung durch Aussprechen reflektiert und den andern zur Verfügung gestellt."
Herbert Huber, Gründer des Club 29 e.V.

Selbsthilfegruppen sind freiwillige, meist lose Zusammenschlüsse von Menschen, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten, psychischen oder sozialen Problemen richten, von denen sie – entweder selbst oder als Angehörige – betroffen sind. (Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.)

Der Club 29 gründete sich Anfang der achtziger Jahre als Selbsthilfeverein für Betroffene und deren Angehörige. In den letzten Jahren konnte auch das professionelle Angebot der Suchthilfe im Club 29 erheblich erweitert werden. Die Verzahnung zwischen ehrenamtlicher Selbsthilfe und hauptamtlicher Suchtberatung ist in dieser Form einzigartig in Deutschland. Heute bietet der Club 29 eine Vielzahl ehrenamtlich geleiteter Selbsthilfegruppen für die unterschiedlichsten Zielgruppen, Krankheitsbilder und Problematiken.

Die Selbsthilfegruppen sind neben der professionellen Suchthilfe ein äußerst wichtiger Bestandteil im Suchthilfesystem. Die Besonderheit einer Selbsthilfegruppe ist, dass sie nicht von professionellen Helfern geleitet werden, sondern von selbst Betroffenen. Es stehen jedoch immer hauptamtliche Mitarbeiter bei speziellen Fragestellungen oder Problemen zur Verfügung.

Angebot und Ziele sind:

  • Menschen in die Lage zu versetzen, sich selbst zu helfen.
  • Einsamkeit und Kontaktarmut der Gruppenmitglieder zu überwinden.
  • Erhaltung der lebenslangen Abstinenz. π Wiedererlangung des Selbstwertgefühles.
  • Erfahrungsaustausch.
  • Stabilisierung der Abstinenzfähigkeit und Abstinenzwilligkeit.
  • Erkennen, das Alkohol und Drogen ungeeignete Mittel zur Problemlösung sind.
  • Entwickeln bzw. verbessern von Kontakt und Beziehungsfähigkeit.
  • Rückfallprävention.
  • Psychische Stabilität durch neuen Lebenssinn, wahrnehmen eigener Bedürfnisse, Ausdruck von Gefühlen, Konflikt- und Beziehungsfähigkeit trainieren.
  • Umgang mit Rückfallrisiken und Krisensituationen.

Allen Selbsthilfegruppen ist gemeinsam, dass das dort Gesagte bzw. Erfahrene als Hilfestellung für das eigene Leben verwendet werden kann. Dazu gehört aber die kritische Überprüfung, die dem einzelnen Gruppenmitglied zunehmend möglich wird. Eine Selbsthilfegruppe ist der Ort, wo sich die Mitglieder öffnen können ohne Furcht vor Konsequenzen irgendwelcher Art, weil die Verschwiegenheit nach Außen zu den Grundregeln gehört.

 

Mit freundlicher Unterstützung

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